MUSIKGENUSS

Hier erscheint eine Übersicht über Musikgenuss allgemein. Die Wiener Staatsoper wird dann in den Beiträgen erscheinen.

Aber an dieser Stelle vorerst:

Unsere Staatsoper

Die Wiener Staatsoper ist eines der bekanntesten Opernhäuser der Welt und befindet sich im

Wiener Gemeindebezirk an der Ringstraße.

Sie wurde am 25. Mai 1869 mit Don Giovanni von Mozart eröffnet. Die Staatsoper ist die

Nachfolgerin der Hofoper,die sehr von den Habsburgern gefördert wurde.

Schon die Hofoper war seinerzeit ein führendes Haus. Schon in dieser Zeit gab es zahlreiche

Uraufführungen. Kaiser Leopold 1. Selbst war ein leidenschaftlicher Musiker und Komponist.

Ein großer Förderer war auch Joseph2. 

Als späterer Alleinregent und Förderer Mozarts ging Joseph auf dessen Vorschlag ein,eine Oper zur Thematik der adeligen Vorrechte und Feudalismus zu schreiben, was dazumal sehr fortschrittlich war und den Reformplänen Josephs entsprach und entgegenkam.

Seit den 1810er fanden die Vorstellungen der Hofoper fast nur im k.k.Hof-Theater am Kärntnertor statt.

Die Bezeichnung Staatsoper wurde dann schon ab 1920 benützt,war aber noch nicht offiziell.

In der Zeit des Wiederaufbaus spielte die Staatsoper unter Anderem

Im Theater an derWien und in der Volksoper.

Am Ende des 2. Weltkriegs geriet die Oper nach amerikanischem Bombardement in Brand.

Die Zuschauerränge und der Bühnenbereich wurden völlig zerstört.

Nach einigem Hin und Her setzte sich die Idee des Wiederaufbaus durch. Hierbei wurde zum Erreichen einer exzellenten Akustik Holz verwendet,vor allem auf Anregung des großen Dirigenten Arturo Toscanini. Bei der Neugestaltung des Eisernen Vorhangs arbeitete unter Anderem Marc Chagall mit !

Von 1880 bis 1897 war der bekannte Direktor Rudolf Jahn Direktor. In dieser Zeit wurden die führenden Sänger und Dirigenten für die Oper gewonnen, als auch der musikalische Nachwuchs vorbildlich gefördert! In dieser Zeit wurden u.a.sämtliche Wagner Opern aufgeführt,ohne auf Gastsänger zurückgreifen zu müssen- außer Parsifal natürlich,der vorläufig nur auf Bayreuth beschränkt blieb.

Sein Nachfolger war dann Gustav Mahler,unter dessen Führung die Oper eine Hochblüte erlebte.

Unter Direktor Hans Gregor kam es zu bedeutenden Erstaufführungen wie den Rosenkavalier,Parsifal,Notre Dame……

In den 30er Jahren und noch später waren Richard Tauber,Jan Kiepura und Joseph Schmidt

Herausragende Künstler und echte Stars.

1944 fand die letzte Vorstellung vor der Sommerpause statt. Der große Hans Knappertsbusch stand am Pult,gespült wurde die Götterdämmerung von Wagner.

Am 12.3.1945 wurde das Haus zerstört.

Nach 1945 bildete sich das legendäre Wiener Mozartensemble heraus,das weltweit Gastspiele absolvierte und für seine besondere Gesangs-und Spielkultur berühmt war

Anton Dermota,Erich Kunz,Elisabeth Schwarzkopf,Wilma Lipp waren herausragende Protagonisten.Josef Krips war für diese Entwicklung entscheidend verantwortlich und war bis 1974 einer der wichtigsten Maestri der Staatsoper.

Auf Grund fehlender finanzieller Mittel dauerte der Wiederaufbau der Staatsoper an,die Sowjets spendeten aber damals sehr viel des Baumaterials.

Am 5.November 1955 wurde die Staatsoper mit Fidelio wiedereröffnet.Karl Böhm stand am Pult, die Protagonisten waren Martha Mödl als Leonore und Anton Dermota als Florestan.

In der Folge zerbröckelte das Ensemble, ein internationales Ensemble bildete sich neu heraus.

Seit der Direktionszeit Herbert von Karajans 1956-1964 werden Opern nahezu ausschließlich in Originalsprache aufgeführt. Das bis dahin gültige Ensembleprinzip wurde vollständig aufgelöst.Es wurden nun die international besten Sänger verpflichtet,wobei mit Ensemblemitgliedern nur noch kleinere Rollen besetzt wurden.Auch begann eine Zusammenarbeit mit der Mailänder Scala.

Nach wie vor ist unsere Wiener Staatsoper eines wichtigsten Häuser der Welt,in dem auch schon,vor allem in den letzten Jahren,auch Uraufführungen moderner Opern gebracht.

Ich sehe aber,dass die Oper ohne die großen Meister Wagner,Puccini,Verdi,Mozart,Donizetti,Rossini etc. nicht auskommt.

Meiner Ansicht nach fehlt den modernen Werken diese eigene Emotionalität,die den Zuschauer ergreift,das Herz berührt und auch erschüttert. Das können die eher intellektuellen modernen Werke nicht bieten! Und auf weiter Flur zeigen sich kein neuer Wagner,Puccini,Verdi etc.! So werden wir hoffentlich noch sehr lange die sogenannten alten Meisterwerke genießen können,die wir langjährigen Opernliebhaber so sehr schätzen und nicht müde werden zu hören!

So viele unvergessliche Vorstellungen durfte ich in diesem Haus genießen mit den größten Stars auf der Bühne und am Pult! Und es gab eine Vielzahl mehr an grandiosen Sängern- nicht nur die sogenannten 3Tenöre……

Ich hoffe,ich konnte ein wenig das Interesse schüren für eine der wesentlichsten Kulturstätten unseres Landes und der Welt.

Euer Dr.Gerhard Schifko